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Gute Nacht!

In der Stadt

Kinder stehen auf einem Neubaubalkon

Foto: ohne Angabe

Mit einem hochgesteckten Bauprogramm suchten die Verantwortlichen in der DDR vor allem nach 1971 den grassierenden Wohnungsmangel zu beheben. Eingebettet in die Konzeption der einheitlichen "Wirtschafts- und Sozialpolitik", deren Kern in der "Erfüllung der Hauptaufgabe" bestand, wollte man der immer weiter klaffenden Schere zwischen den ideologischen Ansprüchen der Einheitspartei und den wirklichen materiellen Bedürfnissen der Bevölkerung begegnen.

Mit dem verstärkten Bau von Wohnungen sollte im Verbund mit anderen Maßnahmen vor allem jungen Familien entgegengekommen werden, um nicht zuletzt demographische Entwicklungen positiv zu gestalten. Möglich schien die Erreichung der durchaus nicht anspruchslosen Ziele nur durch die Anwendung industrieller Methoden im Bauwesen, äußerlich sichtbar in der massenhaften Errichtung von uniformen Plattensiedlungen in den Peripherien vieler Städte.

Obgleich nicht Erfinder zeichnete sich die DDR doch durch eine fast hemmungslose Nutzung dieser seinerzeit als "modern" gepriesenen Bauweisen aus. An vielen Abenden bekundete auch der Sandmann seine Sympathie für das Leben in den kantigen Betonwänden.