Trabant-"Buggy"/ Corsoauto
Foto: Gisela Krzywinski
Sandmann-Folge 250
Trabant-"Buggy"/Corsoauto, 1983
Mit zünftiger Brille und windschlüpfrigem Helm sauste der Sandmann zu Anfang der Achtziger über ein Motocross-Gelände, unter sich ein Fahrzeug, das wohl zu den eigentümlichsten Schöpfungen seiner Fortbewegungsmittel gezählt werden kann. Das Drehbuch gibt eine Erklärung für dieses Gefährt: "geländegängiger, offener Ralley-Wagen mit Überrollbügel". Zwar wurden für den realen Trabant 601 seit Ende der sechziger Jahre auch sogenannte "Kübel" produziert - kleine, wendige Jeeps, die meist in der NVA, in der Landwirtschaft oder im Forstwesen eingesetzt wurden. Einen "Buggy" solchen Typs hat es allerdings mit ziemlicher Gewissheit in Wirklichkeit nie gegeben. Tatsächlich wurde der Name, der soviel wie "kleine Wanze" bedeutet, aber auch im Sinne von "verrückt" gebraucht werden kann, im englischen Sprachraum ursprünglich für leichte, zweirädrige Pferdewagen angewandt, bis man ihn in den USA auf kleine Autos übertrug, aber auch für leichte Kinderwagen benutzte. Eine regelrechte "Buggy-Welle" überschwemmte in den Sechzigern vor allem Kalifornien, als unzählige Jugendliche aus Spaß mit umgebauten VW-Käfern an den Sandstränden oder in den Dünen herumkurvten oder Rennen veranstalteten. Findige Hersteller bauten den "Beetle" so um, dass er mit seiner neuen Kunststoff-Schalenkarosse und den flächigen Breitreifen nicht wiederzuerkennen war. Den Sandmann-Schöpfern indes war es vergönnt, auch den "Volkswagen Trabant" zum Buggy umzugestalten.