Am 29. April 1963 gab es im Zimmer von „Meister Briefmarke“ einige Aufregung. Bummi und Schnatterinchen bemerken auf dem Tisch einen kleinen Kerl, der sich soeben aus einem Paket herausgearbeitet hat. Natürlich verteidigen sie zuerst „ihr Revier“, freunden sich aber alsbald mit dem vorlauten Püppchen an.
Der Kleine stellt sich als „Pünktchen“ vor und sei schon „mächtig viel in der Welt herumgekommen“. Gerade komme er aus Prag, wo er Kasparek getroffen habe. Der hat ihm geraten, „zum Kinderfernsehen nach Berlin zu gehen, vor allem zu Bärbel“.
Mit diesem Kniff löste man seinerzeit in den Abendgrüßen des Deutschen Fernsehfunks die tschechische Marionettenpuppe „Kasparek“ ab. Sie war bis zum Sommer 1962 gemeinsam mit Bärbel Ola-Möllendorf aufgetreten. Von nun an unterhielt sich Pünktchen mit Bärbel. „Erziehungsprobleme und Verhaltensmaßregeln“ waren die vorgegebenen konzeptionellen Themen. Im Oktober 1968 zog er Stefan, seit 1975 war Felix sein „Puppenvater“.
Pünktchen, gespielt von Renate Elze-Mladenov, war bis in die späten Achtziger in ca. 450 Episoden zu sehen, die viele Autorenhandschriften trugen. Die Darsteller von „Stefan“ bzw. „Felix“ waren Jochen Gläser und Peter Fabers.