Der Tunichtgut taucht auf
Zeichnung: Hans Schroeder
Das erste Mal erschienen Herr Fuchs und Frau Elster gemeinsam am 26. Juni 1957 auf den Bildschirmen. Und das war so: Mautz und Hoppel buken gerade Kuchen. Zur gleichen Zeit schlichen Fuchs und Elster um deren frisch erbautes Haus. Während sie die blanken Töpfe stehlen wollte, gelüstete es dem Fuchs nach Zucker. Nach einem Ablenkungsmanöver gelang es dem Dieb, ins Haus einzudringen. Doch durch eine Verwechslung der Beschriftung fraß er nicht Zucker, sondern Gips – fürchterliches Bauchweh war die Folge. Zur Freude von Kater und Häschen verabreichte die Igelin dem Tunichtgut Rizinusöl.
Der Schöpfer Hans Schroeder wählte zur Charakterisierung der beiden Figuren bewusst die Klischees von der “diebischen Elster” und dem verschlagenen Fuchs, ein Erbe des Volksbuchhelden “Reineke Fuchs”. Dabei gelangte das Kollektiv wegen des “zu deftigen Spieles des Fuchses”, das nicht “lieblich kindgemäß” wäre, sehr oft in Kritik seitens der Redaktion. Auch die von Schroeder gestalteten Kulissen standen im Kreuzfeuer – sie wären “zu modern” und gerieten in “Formalismusverdacht”.